Experten wollen Rätsel um romanische Wandmalerei lösen

Experten wollen Rätsel um romanische Wandmalerei lösen

Tagung im Deutschen Burgenmuseum (Heldburg) und in der UNI Bamberg

 

Dass eine historische Wand einmal bemalt war und die Malerei verloren gegangen ist – das kennt man. Aber dass eine historische, ja rund 800 Jahre alte Wandmalerei erhalten ist und die Wand dazu gesucht wird, das ist neu in der Kunstgeschichte. Genau dieser Aufgabe unterziehen sich in der Universität Bamberg und auf der Veste Heldburg 15 Experten in einem dreitägigen Symposion.

An unbekannter Stelle wurde im 1. Drittel des 20. Jahrhunderts ein Wandgemälde mit einer Ritterschlacht abgenommen und verkauft. Über einen unbekannten Sammler gelangte sie nach dem Zweiten Weltkrieg in Staatsbesitz. Die Bundesrepublik Deutschland ermöglichte nun eine Dauerleihgabe an das Deutsche Burgenmuseum und unterstützte, gemeinsam mit der Siemens-Kunststiftung und dem Freistaat Thüringen, die Restaurierung des wertvollen Gemäldes, das mit 3 x 7 Metern eine außerordentliche Größe besitzt.

Nun soll erforscht werden, wie alt ist das Gemälde wirklich? Zeigt es eine historische Schlacht oder eine Episode aus einem Ritterroman? Wo kommt die Malerei her? Stammt sie aus einer Burg? Diesen und weiteren Fragen wendet sich die öffentlich zugängliche Tagung „Unbekannte Romanik. Ein Wandgemälde in der Sammlung des Deutschen Burgenmuseum“ zu.

Ein Festvortrag von Landeskonservator a.D. Helmut Stampfer (Bozen) eröffnet die Veranstaltung am 14.6. (18.00). Am 15.6. stehen die Besichtigung des Gemäldes im Burgenmuseum in der Heldburg und die Erläuterung der Restaurierung auf dem Programm, am 16.6. folgen Vorträge in der Universität Bamberg von Referenten aus Frankreich, der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Die Tagung ist öffentlich zugänglich.

Informationen:
Deutsches Burgenmuseum, info@deutschesburgenmuseum.de
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, g.u.grossmann@gnm.de



Foto:
Das romanische Wandgemälde einer Ritterschlacht im neuen Eingangsraum des Deutschen Burgenmuseums. (Foto: DBM)

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