Bad Colberg

Wir sitzen an den (Thermal-)Quellen.

„Im September 1780 traf ich eine hohe Persönlichkeit: Johann Wolfgang von Goethe kam in seiner Funktion als Staatsminister unter Herzog Karl August in Weimar nach Bad Colberg, um die Gruben des Tonberges auf ihre Qualität für die Keramikherstellung  zu untersuchen. Ein geistreicher Bursche, der mir zwar viele Fragen stellte, dem ich aber keine Antwort schuldig blieb!“

Dort, wo sattgrüne Hügel sanft in die Talaue der Rodach gleiten und Sie Ruhe und Beschaulichkeit erleben werden, befindet sich der Ortsteil Bad Colberg, der erstmals im Jahre 1289 urkundlich erwähnt wurde. Der Name Colberg weist darauf hin, dass hier einst in waldreicher Umgebung Holzkohlenmeiler betrieben worden sind.

Bekannt ist Bad Colberg, das seit dem Jahre 2002 den Titel „Staatlich anerkannter Ort mit Heilquellenkurbetrieb“ trägt, für seine in Ostdeutschland einzigartigen warmen Thermalsprudelquellen.  Beinahe zufällig stieß man im Jahre 1907 bei der Suche nach Kalisalz in einer Tiefe von 471 m auf eine Thermalquelle mit hohem Salzgehalt und einer Temperatur von 36°C. Dieser Quelle wurde eine außerordentliche Heilkraft, besonders bei Diabetes, Fettsucht, Gicht, Herz-, Nieren-, Nerven- und Gefäßerkrankungen zugesprochen.

Eine neu gegründete Badegesellschaft eröffnete 1910 die Badeanstalt. 1927, 1974 und 1994 wurden drei weitere unterschiedlich mineralisierte und temperierte Thermalquellen erschlossen, die die versiegende Urquelle ablösten. Dabei handelt es sich um eine fluoridhaltige Natrium-Chlorid-Sulfat-Therme (34°C), eine magnesiumhaltige Calcium-Sulfat-Therme (39°C) und eine über 7%ige Thermalsole (47°C). Diese Quellen sind natürliche ortsgebundene Heilmittel für Bäder, Bewegungstherapie sowie Trinktherapie.

Ansicht Bad Colberg

Gedenkstätte Billmuthausen

… ein geschleiftes Dorf

Unweit von Bad Colberg befindet sich die Gedenkstätte Billmuthausen. Während des DDR-Regimes lag das Dorf im 500m-Streifen des Grenzgebietes, so dass in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts die Bewohner umgesiedelt und die Ortschaft den Boden gleich gemacht wurde – nur der Friedhof ist erhalten geblieben. Heute befindet sich dort eine Gedenkstätte mit einer Gedächtniskapelle, welche das Ziel vieler Wanderer und Besucher ist und Ihnen einen Eindruck von den Zwängen der innerdeutschen Teilung vermittelt.
















 

 

Die Straße nach Billmuthausen ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Eine Sondergenehmigung kann beim Landratsamt Hildburghausen, Untere Straßenverkehrsbehörde, beantragt werden.

Landratsamt Hildburghausen Tel. 03 68 5 / 4 45 – 0 Sachgebiet: Untere Straßenverkehrsbehörde,
Weitere Auskünfte können auch über die VG Heldburger Unterland Tel. 03 68 71 / 288 0
erteilt werden.
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